Picture Organic Clothing

Das 2008 von 3 Franzosen gegründete Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, all seine Kleidung so sozial und umweltfreundlich wie möglich herzustellen bzw. herstellen zu lassen. Es ist eindeutig in der Snowboard- und mittlerweile auch in der Surfszene anzusiedeln. Somit finden sich im Sortiment des Unternehmens unteranderem auch Öko-Wetsuits…. Ihr habt richtig gehört, surfen wird ökologischer. Doch vor allem die Leidenschaft für das Snowboarden der Firmengründer spiegelt sich in dem Design der Produkte wider. Hier und da etwas bunt und lässig darf es sein.

Zertifizierungen

Doch nun zum wichtigen Part, und zwar zu der Frage, inwiefern Picture sein Versprechen, eines der nachhaltigsten Unternehmen der Modebranche zu sein, überhaupt halten kann. Hierfür setzt Picture auf Bio-Baumwolle, recycelten Kunststoff oder andere ökologisch angebaute Rohstoffe. Die produzierenden Partner-Fabriken in der Türkei oder China halten dabei Zertifizierungen wie den GOTS-Standard für die Bio-Baumwolle. Um soziale Standards vorauszusetzen sind zusätzlich alle im Partnerprogramm der Fair Wear Foundation vertreten.

Photo von WearGanic

Hier die Zertifizierungen im Überblick:

GOTS
⦁ Organic Content Standard
Fair Wear Foundation
Non tixicity of products – OEKOTEX
Bluesign approved Fabric
Recycled polyester – TAIWAN GREEN MARK

Für uns Dudes

Transparenz wird bei Picture groß geschrieben und somit stellt die Marke auf der eigenen Homepage die Firmenphilosophie und alle wichtigen Maßnahmen, welche die Marke umsetzt, um so ökologisch wie möglich sein zu können und zu werden, zum nachlesen zur Verfügung. Eine sehr coole Idee wie wir finden ist eine Weltkarte, auf der zoombar alle produzierenden Fabriken eingezeichnet sind. Klickt man auf den Standort der jeweiligen Fabrik, werden alle Zertifizierungen der Produktion angezeigt. So viel Transparenz sucht man bei vielen anderen Firmen bisher vergebens.


Quelle: Picture Organic Clothing

Sozial oder fatal

Die Partnerproduzenten werden laut Picture 2 bis 3 mal im Jahr besucht und somit nicht nur von den Zertifizierungsverbänden kontrolliert. Auf diese Weise können auch eigene Vorstellungen der Arbeitsverhältnisse verhandelt werden. Zusätzlich sind alle Partner im Verbesserungsprozess der Fair Wear Foundation integriert. Handelspartnerschaften die über lange Zeiträume bestehen sollen die Zusammenarbeit und Beziehungen stärken und dadurch die Nachhaltigkeit weiter verbessern. Wenn Partner ständig wie die Unterhose gewechselt werden, kann sich natürlich kein Vertrauen aufbauen und nachhaltige Vertragsbestandteile lassen sich schlechter festlegen.

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Jetzt zur Umwelt

Alle Kleidungsstücke sind zumindest Anteilsweise aus recyceltem bzw. ökologischem Material oder verantwortungsvoll den Menschen und der Umwelt gegenüber produziert. Das heißt auch das beispielsweise einige Kleidungsstücke nur zu 50 % aus Bio-Baumwolle und ansonsten aus konventioneller Baumwolle bestehen. GMO-Baumwolle sucht man jedoch zum Glück vergebens.

Die Rückgewinnung und Wiederverwendung spielen bei den Plastikhaltigen Kleidungsstücken eine große Rolle. Für diese Produkte wird ein hoher Anteil an recycelten Kunststofffasern verwendet. Darüber hinaus bestehen mindestens 50 % des recycelten Plastiks aus Plastikflaschen (ca. 50 Flaschen für eine Jacke).

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95 % der Baumwollkleidung wird in der Türkei in Izmir gefertigt. Diese ist entweder GOTS oder Organic Content Standard zertifiziert. Die weiteren 5 % werden in Indien aus recycelter Baumwolle hergestellt.
Picture hat eine eigene RSL-Liste erstellt (Liste der verbotenen Substanzen bzw. Chemikalien). Diese Substanzen dürfen nicht bei der Produktion verwendet werden. Alle Fabriken haben diese RSL-Liste unterzeichnet. Bestandteil der Liste sind die verbotenen Stoffe der EU des „REACH Standard“.
Meiner Anfrage die RSL-Liste einsehen zu dürfen, hat Picture bislang nicht beantwortet. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.
100 % der Kleidungsstücke sind PFC frei (perfluorocarbons / Fluorcarbone). Auch die wasserabweisenden Stoffe der Regenjacken. Innovative Alternativen zu kunststoffbasierten Stoffen finden wir sehr willkommen und unterstützenswert.
Der größte Teil der Transportwege wird per Schiff erledigt. Dies soll laut Picture die CO2 Emissionen verringern.
Gebrauchte Picture Kleidung wird durch die Firma, so fern möglich, repariert, recycelt oder an soziale Organisationen gespendet.

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