ARMEDANGELS

Das vielleicht mittlerweile bekannteste Öko-Label Deutschlands wurde 2008 gegründet und feierte somit bereits sein 10-jähriges Jubiläum. Auf Ihrer Homepage zieht das Label eine kurze Bilanz und man ist stolz darauf, dank 1.4 Millionen kg Bio-Baumwolle, ca. 2.700 kg Pestizide, 350.000 kg chemischen Dünger und 2,8 Milliarden Liter Wasser eingespart zu haben. Ihr merkt, wo die Reise hingehen soll. Und somit hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt das fairste Modelabel der Welt zu werden. Grund genug für uns ein mal genauer zu schauen wie Armedangels das erreichen will und bereits erreicht hat.

Die Zertifierungen

Photo von WearGanic

Für uns Dudes

Wie bei vielen Öko-Labeln wird auch bei Armedangels Transparenz groß geschrieben. Auf der eigenen Homepage gibt es Artikel zu diversen Themen wie den produzierenden Partnern, den Arbeitsbedingungen oder den Rohstoffen. Ja sogar alle Stationen der Wertschöpfungskette werden beleuchtet. Angebaut wird die Bio-Baumwolle in Indien und die Verarbeitung findet in der Türkei statt. Einer der Artikel beschreibt die Firmeninterne Reise zu einer Bauernfamilie in Indien, welche für Armedangels die Baumwolle herstellt. Sehr cool finden wir auch das die Zertifizierungen kurz vorgestellt werden.

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Wie bereits klar geworden ist, verlässt sich das Unternehmen nicht ausschließlich auf die unabhängigen Zertifizierungsprozesse und Kontrollen, sondern begegnet seinen Handelspartnern persönlich und auf Augenhöhe. Dabei sollen langfristige Geschäftsbeziehungen gepflegt werden.

Das eher schlichtere und zeitlose Design soll kurzweiligen Modetrends umgehen und dazu anregen, nicht jedem Trend hinterher zu rennen und jede Woche neue Klamotten zu kaufen. Zur Ressourcenschonung versteht sich.

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Sozial oder fatal

Ob in Asien oder Köln, ganz egal wer auf der Welt für oder mit dem Unternehmen zusammenarbeitet wird fair behandelt und bezahlt. Zur Durchsetzung dieser Arbeitsbedingungen sind die Rohstoffe für die Kleidung mit dem Fairtrade Siegel versehen. Das sorgt für stabile Mindestpreise und schafft Planungssicherheit für die Produzenten.

Zusätzlich sind Armedangels und die Handelspartner Mitglied bei der Fair Wear Foundation. Dabei werden alle Beteiligten der Wertschöpfungskette in einen ständigen Prozess zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse eingebunden. Und darum geht es ja schließlich auch. Nichts ist perfekt und deshalb ist es erforderlich ein permanent kritisches Auge auf alle Handlungen zu haben. Um die Wertschöpfungskette ökologisch abzurunden, trägt die Modemarke das GOTS-Zertifikat.

Jetzt zur Umwelt

Etwas in Bioqualität herzustellen ist laut dem Label kein Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Verantwortung ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

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Es werden ausschließlich 100 % ökologisch angebaute Rohstoffe oder recyceltes Plastik verwendet. Zu den Rohstoffen zählen Bio-Baumwolle oder Bio-Leinen welche mit der GOTS oder PETA approved Vegan Zertifizierung versehen sind. Die Wolle stammt von ökologisch gehaltenen Schafen.

Das Label verwendet zusätzlich verschiedene Stoffe auf Cellulosebasis wie Modalfasern, Viskosefasern und Lyocell. Dabei wird darauf geachtet, dass die forstwirtschaftlichen Betriebe möglichst umweltschonende Herstellungsprozesse anwenden und das Holz aus Wäldern stammt, welche nachhaltig bewirtschaftet werden. Inwieweit das ohne Zertifizierungen kontrolliert werden kann ist schwer zu sagen und lässt sich von uns nicht abschließend beurteilen. Fakt ist jedoch, Armedangels setzt sich massiv für eine bessere Zukunft der Textilbranche ein. Und darauf kommt es ja schließlich an.

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